AUGUST 2026 / Theater der Zeit

Bericht

Der Wald, der nicht vergisst

Zwei Tage lang zeigt das Bwa-Kayiman-Festival im HKW, wie Wälder zu Orten politischen Wissens werden.

Von Iven Yorick Fenker

Assoziationen: NORDAMERIKA DOSSIER: FESTIVALS DOSSIER: KLIMAWANDEL HAUS DER KULTUREN DER WELT

Erschienen am 7.8.2026

Es ist das Gefühl, einen Wald zu betreten, welches ein universelles, verbindendes ist, gleich ob mythenbelasteter deutscher Wald oder Mangrove, den Gezeiten ausgesetzt und oft im Wasser stehend. Das Ökosystem gibt die Stimmung vor. Im Haus der Kulturen der Welt (HKW) findet die vierte Ausgabe des Bwa-Kayiman-Festivals statt. Bwa Kayiman bezeichnet einen Ort, der in der Geschichte liegt und ein Vodou-Treffen von 1791, das als Beginn des Kampfes gegen die Sklaverei, der Haitianischen Revolution, verstanden werden kann. Die diesjährige Ausgabe „Crossing the Mangrove: Über Wälder als Schauplätze öko-politischen Wissens“ findet an zwei Tagen statt und bietet Performances, Tanz, Rituale, Vorträge, Gespräche, Lyrik, Musik, Essen, Filme, Installationen – ein Festival der performativen Künste. Das HKW selbst spricht von einer kuratorischen Langzeituntersuchung zum Vermächtnis der Haitianischen Revolution und einer unabgeschlossenen Aufgabe. Das Programm hallt dementsprechend nach.
Es ist Samstag, der Weg vom Bundestag zum HKW ist beschwerlich, es müssen mehrere Demonstrationen mit zweifelhaften Anliegen durchquert werden, Fanatismus liegt in der Luft, daneben gelangweilte deutsche Polizisten, eine Hand an der Waffe, die andere am Scrollen. Die Sonne scheint und lässt das Wasserbecken vor dem HKW glitzern. Das Licht trifft auf den von den Essensständen aufsteigenden Rauch. Es gibt Jamaican Jerk, Empanadas, Fufu...

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16.07.2021, 21:00 / Diagonale - Festival des österreichischen Films / Unterwegs / Open Air Kino im Lesliehof, GRAZ / Screening die kastanie

"Ein blühendes Kurzfilmprogramm zum Joanneum Jahresthema BLOOM in Kooperation mit dem Kunsthaus Graz. Gezeigt werden Winter Blumen Garten von Sara Piñeros Cortés, Sie puppt mit Puppen von Karin Fisslthaler, Die Kastanie von Simon Dallaserra und Iven Yorick Fenker, under the microscope von Michaela Grill und Mis amigos son los pájaros von Vitória Monteiro."

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JUNI 2026 / nachtkritik.de

Weißt du schon, wie schön es wird? - Theater RambaZamba Berlin
Ohne Bankraub geht nüscht in Berlin

Milan Peschel und das RambaZamba – ein Match made in heaven. Nach ihrem Hit "Mord im Regionalexpress" legen sie jetzt mit einem Anti-Musical zum Ausverkauf Berlins nach: "Weißt du schon, wie schön es wird?" Kleinkriminell, kunstvoll und kolossal gut.

Von Iven Yorick Fenker

14. Juni 2026. Das Bühnenbild im RambaZamba-Theater ist bereits verkauft. Jedenfalls liest man das in roter Farbe auf der weiß gestrichenen Fassade eines Hauses, das in der Bühnenecke steht. Gegenüberliegend befindet sich eine ähnliche Kulisse, jedoch unbeweglich, darauf ein riesiges Notausgangssymbol gemalt. Symbolisch ist der Ton bereits gesetzt, bevor die Musik beginnt. Abgespielt wird dann ein Lied der Punkband Acht Eimer Hühnerherzen. Die genretypischen, sich immer wieder wiederholenden Akkordfolgen erfüllen den Raum. Dazu, auch genretypisch, zupackende Texte. Sie werden den Abend begleiten.

"Weißt du schon, wie schön es wird?" heißt der Abend, den Milan Peschel als Regisseur zusammen mit dem RZt-Ensemble entwickelt hat. Eine interessante Frage, die sich eigentlich nicht beantworten lässt. Antworten sind sowieso überbewertet. Dieser Abend jedoch wird auf eine hinauslaufen: sehr schön.

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